Wildblumen gegen Insektensterben

Gemeinsam gegen das Insektensterben

Naturschutz-Stiftung Senne initiiert Arbeitsgemeinschaft der Städte und Gemeinden Paderborn, Bad Lippspringe, Hövelhof und Schloß Holte-Stukenbrock

Das dramatische Insektensterben geht uns alle an. Nur wenn wir gemeinsam im städtischen Raum gegensteuern, können wir einen nachhaltigen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt in unseren Städten leisten! Das war das gemeinsame Fazit der von der Naturschutz-Stiftung Senne initiierten interkommunalen Arbeitsgemeinschaft „Wildblumen gegen Insektensterben“ der Städte und Gemeinden Paderborn, Bad Lippspringe, Hövelhof und Schloß Holte-Stukenbrock. Die Naturschutz-Stiftung hatte die Bürgermeister der 4 Anrainerstädte der Senne für eine Zusammenarbeit gewinnen können und will die Rolle des“ Kümmerers“ und Koordinators der Arbeitsgemeinschaft übernehmen.

„Angesichts eines Rückgangs der Biomasse der Fluginsekten um 76 % in den letzten 30 Jahren und des weltweiten Insektensterbens muss sich eine Naturschutz-Stiftung für den Erhalt der Artenvielfalt engagieren. Insekten sind Bestäuber für 90 % der Blütenpflanzen und Nahrungsgrundlage für viele Singvögel. Wir müssen ihnen im städtischen Raum wieder Nahrung geben und statt eintöniger Rasenflächen wieder mehr Blühwiesen und artenreiche Wiesen schaffen“, so der Vorsitzende der Stiftung, Dr. Rudolf Salmen.

Beim 1. Treffen der Arbeitsgemeinschaft im Technischen Rathaus in Paderborn betonte auch Paderborns Baudezernentin Claudia Warnecke die Bedeutung einer umfassenden städtischen Strategie für den Erhalt der Artenvielfalt: „Unsere Stadt begrüßt die Gründung der Arbeitsgemeinschaft und wird 2019 einen Schwerpunkt auf Maßnahmen zur Stärkung der Biodiversität und Artenvielfalt legen . Außerdem können wir alle vom Erfahrungsaustausch und den Ideen und Projekten unserer Nachbarn profitieren“.

Als ausgewiesener Experte für nachhaltige Grünflächen im städtischen Raum machte anschließend Dr. Philipp Unterweger deutlich, dass neben der Anlage innerstädtischer Grünflächen zu Blühwiesen und Blühstreifen auch eine Umstellung des städtischen Mahd-Systems erforderlich ist. Dr. Unterweger: „Hier gilt der Grundsatz: Weniger ist mehr!“

Bereits im Frühjahr werden in der AG abgestimmte Grünflächen zu Blühwiesen und Blühstreifen umgestaltet. Als weiterer Schritt sollen auch Schulen und Kindergärten, Vereine und andere Initiativen als „Blühbotschafter“ nach dem Motto gewonnen werden:

Gemeinsam im Paderborner Land: Wir decken Insekten den Tisch

Ansprechpartner in dem Projekt sind:

Naturschutz-Stiftung Senne: Dr. Rudolf Salmen: naturschutz-stiftung-senne@online.de

Stadt Paderborn: Toni Wiethaup: a.wiethaup@paderborn.de

Stadt Bad Lippspringe: Sascha Gödecke: Sascha.Goedecke@Bad-Lippspringe.de

Gemeinde Hövelhof: Wendelin Hansjürgens: Wendelin.Hansjuergens@hoevelhof.de

Stadt Schloß Holte-Stukenbrock: Michael Ottenstroer: michael.ottenstroer@stadt-shs.de