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Besuch Prof. Dr. Klaus Töpfer

Am 19.06.2018 besuchte Schirmherr Prof. Dr. Töpfer „seine“ Stiftung in der Senne. Zunächst besichtigte er den von der Naturschutz-Stiftung Senne im Jahr 2007 gegründeten Waldkindergarten in Hövelhof. Damals war dies der erste Waldkindergarten im Kreis Paderborn. Als Besonderheit des Waldkindergartens der Naturschutz-Stiftung Senne ist zu nennen, dass die Kinder zweisprachig deutsch und englisch unterrichtet werden. So ist es möglich, dass auch zahlreiche Kinder aus britischen Familien einige Zeit im Waldkindergarten zusammen mit deutschen Kindern verbringen können. Heute wird der Waldkindergarten als eigener Verein geführt.

Nach dem Besuch des Waldkindergartens fuhr Professor Töpfer weiter zu einem Weißstorch-Nest in der Nähe von Hövelhof. Dort informierte es sich über das Projekt „Weißstorch-Schutz im Paderborner Land“.

Nach über einem halben Jahrhundert Unterbrechung brüten völlig überraschend wieder 2007 wieder zwei wilde Weißstorch-Paare im Kreis Paderborn. Die Naturschutz-Stiftung Senne widmet sich seither in einem Projekt dem Schutz der Weißstörche. Durch den Bau von Nestmasten und NIsthilfen wurde der Bestand stabilisiert. Inzwischen ist der Weißstorchbestand im Kreis Paderborn wieder auf ca. 40 Brutpaare angestiegen. Es gehört in vielen Bereichen von Salzkotten, Delbrück und Hövelhof wieder zu einem gewohnten Bild, dass Störche im Frühjahr und Sommer bei der Feldarbeit der Landwirte hinter den landwirtschaftlichen Maschinen laufen, um dort nach Nahrung zu suchen.

Einmal im Jahr kommt der Sprecher der „Landesarbeitsgemeinschaft Weißstorch NRW“, Herr Diplom-Biologe Michael Jöbges auf Einladung der Naturschutz-Stiftung Senne in den Kreis Paderborn, um Jungstörche zu beringen. Mit Hilfe eines Hubsteigers fährt er zu den Nestern in luftiger Höhe, um den Jungstörchen spezielle Ringe der Vogelwarte Helgoland anzulegen. Die noch nicht flugfähigen Jungstörche fallen bei Annäherung an das Nest in eine Bewegungsstarre („Akinese“), ein typischer Schutzreflex. Auf den ultraleichten Kunststoffringen der Vogelwarte sind Zahlen und Buchstaben eingeprägt, die mit Hilfe von Fernrohren oder Teleobjektiven auch im Freiland abgelesen werden können. So kann beispielsweise ermittelt werden, wo sich die Jungstörche in den nächsten Jahren ansiedeln.

Professor Klaus Töpfer ließ sich mit einem Hubsteiger zu einem Storchennest bei Hövelhof fahren, um dort persönlich den vier Jungstörchen die Ringe der Vogelwarte anzulegen.